Wegen
der Handels- und Gewerbefreiheit ist es nicht möglich gegen selbsternannte
Tennislehrer vorzugehen. Oft werden Sie von Vereinen gedeckt, oder von privaten
Ausbildungsinstitutionen lizenziert. So lassen sich einige hervorragend
klingende amerikanische Ausbildungstitel zwar mit beachtlichem Geldeinsatz aber
erschreckend wenig Ausbildungszeit erkaufen.
Die Unterscheidung zu staatlich ausgebildeten
Tennisinstruktoren, Tennislehrern oder Tennistrainern ist für den Konsumenten
praktisch unmöglich. Dazu kommt, dass Selbsternannte im Vergleich zu voll
ausgebildeten Tennislehrkräften oftmals relativ günstige Arbeitskräfte sind,
was kurzfristigen Gewinnüberlegungen von Vereinen, kommerziellen Anlagen aber
auch Tennisschulen durchaus entgegen kommt.
Leittragende sind die Konsumenten sehr oft die wichtigste
Zielgruppe nämlich die Tenniseinsteiger, die auf Grund fehlender Qualifikation
des Tennislehrers nach einigen wenigen Versuchen dem Tennissport den Rücken
zukehren. In den Ausbildungen wird gelehrt den Anfängern durch gezielt
vorgetragene Lernschritte Erfolgserlebnisse und Spaß am Spiel zu vermitteln und
die Motivation zu wecken, diesem schönen und anspruchsvollen Sport mit Spaß
nachzugehen.
Der
Tennissport entwickelt sich rasant weiter, die Ausbildungen werden ständig den
neuesten Erkenntnissen der Sportwissenschaften angepasst. Tennislehrkräfte die
vor zwei, drei Jahren ihre Ausbildung gemacht und seither keinerlei
Fortbildungen besucht haben sind ganz bestimmt nicht mehr am neuesten Stand der
Entwicklung. VTÖ-Mitglieder haben sich freiwillig dafür entschieden sich
regelmäßig auf nationalen und internationalen Seminaren fortzubilden. Mit der
Einführung der Tennis Austria Lizenz bemüht sich Tennis Austria gemeinsam mit
dem VTÖ regelmäßige Fortbildung obligatorisch zu machen.
Die
Nachfrage nach einer Mitgliedschaft beim VTÖ oder auch nach der Tennis Austria
Lizenz lässt sehr zu wünschen übrig und bringt die falsche Einstellung der
ausgebildeten Lehrkräfte „AUSBILDUNG ABSOLVIERT, ABZEICHEN ERWORBEN, JETZT
GEHT ES ANS GELD VERDIENEN!“ zu deutlich hervor. Ohne Mitgliedschaft in einem
Interessenverband fehlt dem Tennislehrer eine wichtige Informationsquelle über
Neuerungen im Tennis und über das entsprechende Fortbildungsangebot.
Mehr Mut die eigene Ausbildung und die Mitgliedschaft im
Interessenverband zu zeigen.
Ich möchte einen besonderen Appell an alle staatlich geprüften
Tennisinstruktoren, Tennislehrer und Tennistrainer die dem Verband der
Tennisinstruktoren Österreichs angehören richten und sie ermutigen die Qualität
ihres Unterrichts, die Ausbildung und die Mitgliedschaft beim VTÖ deutlich zu
machen. Klären Sie Ihre Tennisschüler dahingehend auf, dass nur ausgebildete
Lehrkräfte, die sich regelmäßig, freiwillig fortbilden und damit Engagement
zeigen, Unterricht nach den neuesten sportwissenschaftlichen Erkenntnissen
erteilen können.
Alle Tennisschüler und Vereinsfunktionäre fordere ich auf, die Ausbildung und die Fortbildung Ihres Tennislehrers genau zu hinterfragen. Denn nur eine qualifizierte Ausbildung und regelmäßige Fortbildung garantieren erfolgreichen Tennisunterreicht. VTÖ-Mitglieder können mit Stolz behaupten, alle diese Voraussetzungen zu erfüllen.
|
|
|
|