Das Stellungsspiel im Doppel
Gernot Peer
Ein wesentlicher Aspekt bei der Matchführung
eines Doppels ist die optimale Raumaufteilung und vor allem eine richtige
Grundaufstellung aller vier Spieler (Aufschläger, Partner des Aufschlägers, Rückschläger,
Partner des Rückschlägers).
Um im Doppel
erfolgreich zu sein, will ich Euch anhand von drei Leistungsbereichen (Anfänger,
Fortgeschrittene und Leistungsklasse) zeigen, welche Grundlagen für die
Aufstellung und Raumaufteilung man im Doppel befolgen muß.
I.) GRUNDAUFSTELLUNG und AUFGABEN der vier Doppelspieler
AUFSCHLÄGER
Optimale
Ausgangsstellung:
Je nach dem wohin man aufschlagen will wählt
man eine Aufstellung leicht rechts oder links von der Mitte, um durch die Mitte
zu Servieren bzw. weiter von der Mitte entfernt um nach außen zu servieren
(grundsätzlich etwa 1-2 m von der Mitte entfernt).
Aufgaben:
·
Grundsätzlich sollte er mit dem Aufschlag so schnell wie möglich ans
Netz kommen. (gleiche Höhe mit dem Partner) bei tiefem Return -> lange durch
die Mitte vollieren bei hohem Return -> auf den gegnerischen Netzspielernach
dem ersten Volley (Vorbereitung), weiter zum Netz aufrücken
·
Kick-
bzw. Twistaufschläge sind vorteilhaft:
Grund: durch die geringere Anfluggeschwindigkeit des Balles hat der Aufschläger
zudem mehr Zeit und kann so weiter nach vorne zur optimalen Netzposition aufrücken.
·
Aufschlag
eher durch die Mitte
Grund: der Winkel für den Rückschläger wird
ungünstiger.
PARTNER
DES AUFSCHLÄGERS
Optimale
Ausgangsstellung:
Grundsätzlich steht er in der Mitte des
eigenen Aufschlagfeldes in der
offensiven Netzposition (ca. 2-3m vom Netz entfernt).
Je nach Richtung des Aufschlages (durch
Absprache) kann er entweder näher an die Mittellinie oder näher an die Sei
Aufgaben:
·
Aufmerksam
auf die Richtung des Aufschlages und auf den Rückschläger
·
Bereitschaft
für den Lob
·
eventuelles
Durchlaufen bei gutem Aufschlag und bei einem Aufschlag durch die Mitte eigenes
Feld je nach Aufschlagrichtung abdecken
·
nicht
zum aufschlagenden Partner
RÜCKSCHLÄGER
Optimale
Ausgangsstellung:
lt. Regel darf der Rückschläger stehen wo er
will. Die Ausgangsstellung beim Return ist abhängig vom gegnerischen Aufschlag.
Man sollte jedoch nicht zu weit hinter der GL den Return spielen da man dadurch
eine schlechtere Position im nachfolgenden Ballwechsel hat (Defensive). Optimale
Position wäre 0,5 m hinter der GL auf Höhe der Seitenlinie, bis 0,5 m weiter
zur Mitte.
Bei schwachem 2. Aufschlag weiter nach vorne rücken
Aufgaben:
·
tiefer
Cross-Return auf die Füße des Aufschlägers
·Variante:
Lobs, LL-Return (nach Absprache)
·wenn
möglich sollte er mit dem Return ans Netz aufrücken (gleiche Höhe mit dem
Partner)
PARTNER
DES RÜCKSCHLÄGERS
Optimale
Ausgangsposition:
auf
seiner Platzhälfte, an der T-Linie, 1 m von der Mitte entfernt
Aufgaben:
·bei
gutem Return sollte er ein bis zwei Schritte ans Netz aufrücken. (Chance zum
Volley suchen).
II.)
RAUMAUFTEILUNG
Gültig für die Seite des Gegners und für die eigene Seite.
Wichtige Komponenten:
·Beobachten
des Gegners
·Verfolgung
des Balles (der Richtung des geschlagenen Balles nachlaufen
·Platz
abdecken: Mitte abdecken beim Spiel durch die Mitte.
·Gemeinsam
nach außen rücken beim Spiel nach außen
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Literatur:
1.
Schönborn Richard, Tennis Praxis, Falken Verlag, 1981
2. Dt.
Tennis-Bund, Tennis Lehrplan 5, BLV Verlagsgesellschaft, 1986
3. Tennis
Sport, Fachzeitschrift, 5.Jahrg., Nr. 3, Mai/Juni 1994
4. Tennis
Sport, Fachzeitschrift, 5.Jahrg., Nr. 2, März/April 1994